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4. Tod Print E-mail
Friday, 16 July 2010 00:00

Am Samstag, 30. Oktober 1999 fand die vierte Folge von "tischreden" statt.

Das Motto lautete: Tod. Der Anlass fand um 18.15 Uhr in der zünftigen Stube des Restaurants Weisser Wind, Oberdorfstr. 20, 8001 Zürich, statt. Als Wegzehrung gab es ein paar Sinnsprüche und andere Worte zum Geleit:

Die eigentliche Antwort ist immer der Tod. (Günter Eich)
Ein herrlich tod ist süsz, ein schimpflich leben bitter. (Gryphius)
Solange wir da sind, ist er nicht da, und wenn er da ist, sind wir nicht mehr. (Epikur)
Der Tod ist kein Ereignis des Lebens. Den Tod erlebt man nicht. (Wittgenstein)
Nämlich diejenigen, die sich auf rechte Art mit der Philosophie befassen, mögen wohl nach gar nichts anderm streben, als nur zu sterben und tot zu sein. (Platon)

"tischreden" sind philosophisch-kulinarische Ereignisse, bestehend aus einem feierlichen Mal und Reden, gehalten bei Tisch. Ins Leben gerufen wurden sie im Februar 1999 von Alexander und Alexander und finden vier- bis fünfmal jährlich statt.


Der Abend kostete SFr. 54.- pro Person. Da diesmal die Platzzahl beschränkt war, baten wir um Anmeldung bis zum 23. Oktober 1999, schriftlich oder auf dieser Homepage unter "Online Anmeldung". Verspätete Anmeldungen konnten wir leider nicht mehr berücksichtigen.


Das Menü

Apéro
Nizzaer Salat
Zwiebelsuppe
Coq au Beaujolais
Zwetschgensorbet mit Vieille Prune

 

 

 
3. Heimat Print E-mail
Sunday, 01 August 1999 00:00

16.00 Uhr im Garten des Philosophischen Seminars Zürich

 

Am 1. August 1999 fand die dritte Folge von "tischreden" statt - für einmal nicht in lukullischem Gehäus, sondern - wie Gott wollte - an einem lauen Sommerabend um 16.00 Uhr unter dem weiten Himmelszelt (Philosophisches Seminar, Zollingerstrasse 117, 8008 Zürich; beim Botanischen Garten Zürich).



Das Motto lautete: Heimat



Offenkundig dürfte die Korrespondenz zwischen Datum und Motto erscheinen; und in der Tat bewegten wir uns - unter anderem - auf dem Gelände der Politik, genauer: der politischen Philosophie. Doch auch anderes war vorgesehen, und wir erhoben den Anspruch und die Hoffnung, den heimatlichen Horizont auch diesmal sowohl geistig als auch kulinarisch zu übersteigen. Da "tischreden" - zum ersten Mal - im Freien stattfand, die Gäste für einmal ihre eigenen Köche werden und schliesslich köstliche Grilladen den Magen erfreuen sollten, schickten wir diesmal keine philosophischen Brocken, sondern eine pikante Marinade voraus:

Und gerade in der gleichgültigsten und harmlosesten Alltäglichkeit kann das Sein des Daseins als nacktes 'Dass es ist und zu sein hat' aufbrechen. Das pure 'dass es ist' zeigt sich, das Woher und Wohin bleiben im Dunkel. (Heidegger)


Heimat: [f. 20; unz.; i.e.S.] Ort, an dem man zu Hause ist, Geburts-, Wohnort;[i.w.S.] Vaterland;
die Heimat dieser Pflanze, dieses Tiers ist Südamerika;
die alte Heimat wieder einmal besuchen;
keine Heimat mehr haben;
die ewige Heimat [poet.] das Jenseits;
diese Stadt ist meine zweite Heimat geworden;
in meiner Heimat ist es Brauch ...
[ahd. heimuoti, heimoti; ahd. heim + Suffix ...uoti, ...oti; siehe auch Heim]
(Wahrig)

 

Für einmal hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Essen sowie ihre Getränke selbst mitzubringen. Auch die Sorge um Essutensilien wie Löffel, Gabel, Messer und - je nach Bedarf - Röhrchen und Sonstiges oblag den Gästen. Einzig für die administrativen Aufwendungen wie Porto, Kopierkosten, Telefonate, Fotoapparate, Filmentwicklung etc. erbaten wir einen kleinen Beitrag von Fr. 9.-, damit "tischreden" am 1. August nicht gleich in die Luft geht, sondern auch die eine vierte Folge erleben darf.


Alexander & Alexander

 
2. Was ist Print E-mail
Saturday, 29 May 1999 00:00

18.30 Uhr im Restaurant Cèdre in Zürich

 

Zum zweiten Mal durften Alexander & Alexander zu Tisch bitten: am Samstag, 29. Mai 1999 um 18.30 Uhr fand eine weitere Folge von "tischreden" statt. "Was ist" lautete das Motto der fünf Tischreden und gehalten wurden sie im Restaurant Cèdre, Badenerstrasse 78, 8004 Zürich.



Für die zweite Veranstaltung haben wir uns nach einem anderen Restaurant umgesehen, sodass sich unser Anlass in der Tat auch kulinarisch nennen durfte. Ausserdem haben wir - auf vielfältige Anregungen hin - ein paar konzeptuelle Änderungen vorgenommen: So wurde das jeweilige Motto in einer zehnminütigen Einleitung vorgestellt, die Anzahl Redner neu auf fünf beschränkt und überdies wurde auch eine grössere Verdauungspause zwischen den einzelnen Reden eingeschaltet.



Der Anlass war wie immer sowohl für Philosophinnen und Philosophen als auch für Nicht-Philosophinnen und Nicht-Philosophen gedacht - kurz: für alle.

Es redeten:

  • Urs Grob
  • Simone Hefti
  • Stefan Baumann
  • Dominique Kuenzle
  • Rudolf R. Salzmann

 

Als kleine Wegzehrung im Voraus mussten folgende philosophische Brocken genügen:

"To be is to be the [bound] value of a variable." (Quine)

"[...] denn es ist ausgeschlossen, dass du etwas erkennst, was nicht ist, oder etwas darüber aussagst [...]" (Parmenides)

"Das Seiende wird in mehrfacher Bedeutung ausgesagt [...]" (Aristoteles)

"Das Nichts selbst nichtet." (Heidegger)

"Was isch dänn jetz scho widder!" (Neumann)

 
1. Die richtige Lebensführung Print E-mail
Saturday, 27 March 1999 00:00

18.30 Uhr im Ristorante Cooperativo in Zürich

 

Den Auftakt zu dieser Reihe bildeten sechs Reden zum Thema "Die richtige Lebensführung", die mit sprühendem Humor die Ernsthaftigkeit rechten Lebens ergründen sollten. Gehalten wurden sie am 27. März 1999 im Ristorante Cooperativo, Strassburgstr. 5, 8004 Zürich.

 

 

Als amuse-bouche tischten wir folgende philosophischen Brocken auf:

 

„Wenn es aber ein Ziel des Handelns gibt, das wir um seiner selbst willen wollen und das andere um seinetwillen; wenn wir also nicht alles um eines andern willen erstreben [...], dann ist es klar, dass jenes das Gute und das Beste ist." (Aristoteles)

 

„Es ist unmöglich, angenehm zu leben, ohne vernünftig gut und gerecht zu leben, ebensowenig vernünftig, gut und gerecht zu leben, ohne angenehm zu leben. Wem dies nicht möglich ist, der kann kein angenehmes Leben führen." (Epikur)

 

„Ainsi notre bonheur ne consistera jamais et ne doit point consister dans une pleine jouissance, où il n'y auroit plus rien à desirer et qui rendroit nôtre estprit stupide; mais dans un progrès perpetuel à de nouveaux plaisirs et de nouvelles perfections." (Gottfried Wilhelm Leibniz)

 

 

 

Programm für den 27. März 1999

18.30 Apéro

19.00 Vorspeisen

19.45 Tischreden I. Teil

Marc Neumann

Viktor Wildhaber

Georg Schönbächler

20.30 Hauptspeise

21.30 Tischreden II. Teil

Alexander Furrer

Marianne Hänseler

Ulvi Doguoglu

22.15 Nachspeisen